Nach der zwischenzeitlichen Sistierung wegen Verstoßes gegen die Geschäftsordnung boxten ROT/PINK/GRÜN im zweiten Anlauf die Wunschwidmung privater Wohnbauträger gegen die Interessen der Allgemeinheit blindwütig durch.
Die Grundlagen zum Abnicken ortsbildzerstörender Verbauung der beiden, durch Bauverbot geschützten historischen Gärten legte man bereits vor vier Jahren hinter verschlossenen Polstertüren. In Ausführung einer protokollarisch angedeuteten, jahrelang verborgenen Widmungszusage lieferten weisungsgebundene Dienststellen im Rathaus, aber auch der „unabhängige“ Fachbeirat für Stadtgestaltung den heftig umstrittenen Widmungsentwurf. Bestimmungen in der Bauordnung, im „Masterplan Partizipation“ und im Bekenntnis zu „Planungstransparenz“ fielen mangelndem Demokratiebewusstsein, fehlender Fachkenntnis und dem Zugzwang zur Erfüllung der Investorenwünsche zum Opfer.
Wer von diesem Widmungsskandal erfährt, stellt postwendend fest, dass hierbei sehr viel Geld im Spiel gewesen sein muss…
Große Anerkennung und großer Dank gebührt der vorbildlich engagierten Bürgerinitiative „Rettet den Khleslplatz“ – sowohl in fachlicher und eloquenter, als auch organisatorischer Hinsicht! Sie hat mit ihren Argumenten unsere Stadtregierung sosehr in die Enge getrieben, dass dieser nurmehr die Zuflucht in die normative Kraft ihrer Stimmenmehrheit im Gemeinderat blieb.
1) PH-Antrag auf Schließung der Linksabbiegespur in die Belghofergasse (siehe Anhang!):
Der Kommissionsvorsitzende (Bezirksrat Wolfgang Zorko; SPÖ) verliest einige Tagesergebnisse von Verkehrszählungen aus 2025 an den Kreuzungen Belghofergasse/Strohberggasse und Belghofergasse/Altmannsdorfer Straße. Demnach hätte der Verkehr gegenüber 2020 abgenommen…🥳🥳🥳
Seitens der SPÖ weigert man sich, die vor zwei Jahren geöffnete Linksabbiegespur in die Belghofergasse als Ursache des Durchzugsverkehrs zu erkennen. Sperrt man die Abbiegespur, würde sich – so Zorko – der Anrainerverkehr (!) anrainerbelastend durch die Hetzendorfer Straße und Strohberggasse bewegen.
Demgegenüber steht es so gut wie fest, dass es sich in der Belghofergasse hauptsächlich um Durchzugsverkehr nach Hietzing handelt!
Als ultimo ratio nennt Zorko eine Befragung von Bewohnern der Hetzendorfer Straße/Strohberggasse und der Belghofergasse. Ein riskantes Unterfangen mit der Gefahr manipulativer Fragestellungen und willkürlicher Festlegung des Befragungsgebietes einschließlich dessen Bewohnerzahl.
Der Antrag bleibt bis auf weiteres in der Verkehrskommission.
2) PH-Antrag auf Tempo 30 in der Hetzendorfer Straße (siehe Anhang!):
Sooft der Antrag schon gestellt wurde, sooft legten die WIENER LINIEN ihr Veto gegen 30 km/h in der Hetzendorfer Straße ein. Doch oftmals sind erlaubte 50 km/h auf der schmalen, bergabführenden Fahrbahn zu gefährlich! Offenbar ist den WIENER LINIEN die Einhaltung des 62 er-Fahrplans aber wichtiger als die Sicherheit von Fußgehern und Radfahrern.
Der Antrag wird zwecks weiterer Beratung in der Verkehrskommission verbleiben.
3) PH-Antrag auf mehr Verkehrssicherheit an der Ecke Hetzendorfer Straße und Hervicusgasse (siehe Anhang!).
Hier geht es um die Verkehrssicherheit insbesondere von Fußgehern auf Gehsteigen unmittelbar neben der schmalen Schienenfahrbahn und deren Übersetzung auf die andere Straßenseite (wir berichteten mehrmals). Die MA 46 (Verkehr) und MA 28 (Straßenbau) wurden zur Erstellung und Präsentation tragfähiger Lösungen beauftragt.
Der Antrag bleibt somit in der Verkehrskommission.
Sitzung des Bezirksbauausschusses (18.9.2025):
4) PH-Antrag auf Wiederherstellung der Sichttransparenz der Lärmschutzwand GRÜNER BERG (siehe Anhang!):
In der am 18.9.2025 abgehaltenen Sitzung des Bezirksbauausschusses wurde die Bearbeitung des Antrags von PRO HETZENDORF (siehe Anhang!) auf die Wiederherstellung der Sichttransparenz der gläsernen Lärmschutzwand fortgesetzt.
Zum einen beschränkt die zugeklebte Wand die Sichtbeziehungen der angrenzenden Bewohner, zum anderen verletzt sie das örtliche Stadtbild der unter Ensembleschutz gestellten Gartensiedlung Tivoli. (Wir berichteten mehrmals in unseren Ausgaben.)
Im Zuge der Sitzung stellte sich heraus, dass
1) ein von der MA 19 bereits im Frühjahr angeordnetes Rechtsgutachten betreffend die Verletzung des Ensembleschutzes nicht erstellt wurde und
2) der Akt zwischen der MA 19 (Stadtbild) und MA 37 (Baupolizei) endlos hin- und hergeschoben wird.
Nachdem PH-Bezirksrat Franz Schodl den anwesenden Vertretern der beiden Dienststellen Untätigkeit vorgeworfen und das Einschreiten des Bezirks verlangt hatte, wird Bezirksvorsteher Wilfried Zankl in einem Schreiben die MA 19 zu einer Stellungnahme auffordern, um diesem Mißstand ein Ende zu setzen.
http://pro-hetzendorf.local/wp-content/uploads/2026/06/pro-hetzendorf.jpg00Redaktionhttp://pro-hetzendorf.local/wp-content/uploads/2026/06/pro-hetzendorf.jpgRedaktion2025-09-26 14:45:162025-09-26 14:45:1619.09.2025 – Aktuelle Kurzberichte über PH-Anträge in Bezirksausschüssen